WIR WAREN

4 JAHRE und 144 TAGE

UNTERWEGS

ALASKA

vom 22. Juli bis 15. August

Der Einstieg über den TOP OF THE WORLD Highway nach Alaska ist ziemlich rauh. Nach passabler Gravelroad auf kanadischer Seite verwandelt sich die Straße in Alaska zu einer üblen Schlammpiste.

Endlich wieder auf Asphalt und nach Reinigung unseres Wohnmobils kehren wir auf den Alaska Highway zurück und erreichen über NORTH POLE, der Heimat des Weihnachtsmanns, Fairbanks.

Die Stadt selbst hat keine nennenswerten Attraktionen, lediglich der Abstecher zum Informations- und Aussichtspunkt der Alaska Pipeline, die von Prudhoe Bay im Arktischen Meer Öl zum eisfreien Hafen Valdez liefert, scheint uns lohnenswert.
Hier sind wir am nördlichsten Punkt unserer Reise, ungefähr am 65. Breitengrad angelangt.

Von Fairbanks geht es ab jetzt südwärts, erstes Ziel ist der DENALI State Park, von dem man den MOUNT MCKINLEY, mit 6.194 m der höchste Berg Nordamerikas, bewundern kann.

Über den Parks Highway kommen wir nach ANCHORAGE, der größten Stadt Alaskas. Das Zentrum ist sehenswert, dort buchen wir für die nächste Woche eine Schiffstour und eine Fährüberfahrt, dazu aber später.

Wir sind am Pazifik angekommen, die erste große Etappe unserer Reise "from Coast to Coast" mit ca. 13.000 km ist geschafft!
Auf der KENAI PENINSULA besuchen wir den kleinen Ort HOPE, ein uriges Kaff, in dem Angler die heimkehrenden Lachse aus dem Fluss fischen.

Unser Ziel ist SEWARD auf der KENAI Halbinsel, vor dem Ort machen wir einen Abstecher zum EXIT GLACIER, den wir aus nächster Nähe bewundern können. Dieser gehört zum HARDING ICEFIELD, das mit ca. 800 km² das größte Eisfeld außerhalb der arktischen Regionen ist.

Wir finden einen Stellplatz in SEWARD direkt an der Resurrection Bay, die auch von Seeottern und Delphinen besucht wird.
Dort startet unsere Bootstour durch die Inselwelt des GULF OF ALASKA mit einer einzigartigen Tierwelt. Wir sehen Weißkopfseeadler, Seeotter, Seelöwen, Buckelwale, Delphine, Papageientaucher und andere Seevögel.

Dann geht's zum AIALIK Glacier, wo wir das Kalben des Gletschers beobachten, ein einmaliges Naturschauspiel!

Danach beobachten wir im Hafen, wie

die Sportangler ihre Beute presentieren.

Alaska Bericht Teil 2 ab dem 31. Juli

Wir verlassen nach einem weiteren Tag Pause SEWARD und fahren auf der Kenai Halbinsel zurück. Unterwegs halten wir an einem Fluss, in dem rote Lachse den Weg zu ihren Laichgründen suchen. Wir machen eine kurze Wanderung zum Byron Glacier, an den man direkt herankommt.

Durch einen kombinierten einspurigen Straßen- und Eisenbahntunnel erreichen wir den Hafenort Whittier, von dem wir am nächsten Tag mit der Fähre ca. 6 Stunden nach Valdez übersetzen.
Vorbei geht es im Prince William Sound an unglaublichen Bergen und Inseln, wir sehen den Columbia Glacier, von dem fortwährend Eisbrocken ins Meer brechen und dort als Eisberge durch die Bucht treiben.

Abseits von Valdez finden wir einen ruhigen Platz direkt am Fluss und der Einmündung in den Fjord.
Dort befand sich 1964 der Ort, der,  durch einen Tsunami ausgelöst, durch ein Seebeben vor der Küste ausgelöscht wurde.
Wir besuchen den Ort und danach die Salmon Gulch Hatchery, bei der abertausende von Lachsen ihren Weg durch die Flussmündung suchen.

Durch sehr beeindruckende Landschaften überqueren wir die Berge  und erreichen nach 2 Tagen Tok. Auf dem Alaska Highway geht es wieder südlich und wir finden ein schönes ruhiges Plätzchen an einem idyllischen See für die nächsten 2 Tage.

Zurück in Kanada halten wir am Kluane-Lake, besuchen das Dahl-Schaf Visitor Center und die Ghosttown Silver City, von der nur noch einige alte Holzhäuser erhalten sind.
Wir wollen noch mal an die Küste und fahren auf der Haines Road nach Haines, das wiederum zu Alaska gehört.

BÄR GEGNUNGEN

In Haines sind wir den vielen dort lebenden Bären sehr nahe gekommen.

Bei einem Spaziergang trafen wir erst diesen alten Petz!

Später lief uns dann diese nette Dame mit ihrem Jungen über den Weg!

"Na ja, die Beeren sind zwar auch lecker, aber guck mal da drüben, da bei den Anglern gibt's frischen Fisch!"

"Den Angler haben wir aber schnell vertrieben!"

"HMMMM, lecker! Gut, dass die Menschen auch so gerne Lachs essen!"

In Haines verbringen wir nach unseren BÄR-Gegnungen noch ein paar ruhige Tage und schauen uns den Ort und die Umgebung an.

Mit der Fähre setzen wir nach Skagway über. Dieser Ort wurde teilweise im Stil der Zeiten des Gold-Rushs restauriert und ist nun das Ziel wohl aller Kreuzfahrtschiffe, die in Alaska unterwegs sind.

ir überqueren den legendären White-Pass, über den zur Jahrhundertwende auch eine Eisenbahnlinie gebaut wurde.
Hier oben ist eine fanszinierende Berg- und Seenwelt, die mit zu den schönsten Landschaften im hohen Norden zählt.


Wir finden einen wunderschönen Übernachtungsplatz am Tutshi-Lake und genießen die fabelhafte Aussicht.

RÜCKBLICK ALASKA

Bei der  Einreise über den „Top of the World“ Highway wurde uns direkt bewusst, dass wir jetzt US-amerikanischen Boden betreten werden. Denn hier waren die amerikanischen Zöllner mit ihren Rules sofort deutlich präsent. Da wir für die USA kein Visum beantragt hatten und über das Visa Weaver Programm einreisen würden (wir wussten, es gibt 3 Monate Aufenthaltserlaubnis für Alaska und neue 3 Monate für das Main Land der USA), erklärte man uns dort, dass wir aber ab jetzt 3 Monate reisen können inklusive Mexiko, dass nämlich diese 3 Monate für Nordamerika insgesamt gelten würden. Wir könnten aber in Vancouver ein Visum beantragen. Ansonsten ginge man dann selbstverständlich wieder in sein Land zurück.

Das war erst mal eine tolle Begrüßung. Willkommen in Alaska USA!

Später trafen wir dann noch mal an einem anderen Grenzübergang auf einen sehr netten Zöllner, der unser Wissen bestätigte. Aber es ist immer der Zöllner an der Grenze, der der das Sagen hat.


Von Alaska hatten wir nur sehr wage Vorstellungen. Eins, dachten wir, sei aber völlig klar, dass es nämlich kalt und wenig spektakulär sei. 


Aber als wir nach Alaska kamen, hatten wir großes Glück, denn wir hatten den heißesten Sommer seit 60 Jahren erwischt. Es gab Temperaturen bis zu dreißig Grad. Für uns gut, nicht aber für die Gletscher.

Aber wir fanden besonders in der Gletscherregion traumhafte Landschaften. Wir sahen kalbende Gletscher, Wale, Papageientaucher, Seelöwen, Seeotter, unendlich viele Lachse und Grizzly Bären, die diese mit Genuss verspeisen. Wir waren so nah an dieser beeindruckenden Natur und Landschaft. Auch hier fanden wir traumhafte Übernachtungsmöglichkeiten an wunderschönen Plätzen mit viel Freiheit und Abenteuer. Und auch hier war es kein Problem, sich in Supermärkten zu versorgen, etwas günstiger als in Kanada. Diesel gab es auch immer, Internet meist bei Mc Donalds, Libraries  oder Stapels vor der Tür.


Wir haben uns immer sicher gefühlt. 


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